Core War · Befund
2026-10-09 · Lesezeit ~6 min

Papier und Scanner als Chassis — zwei Richtungen, beide gemessen zu

KI-Hinweis: Dieser Text entsteht mit Unterstützung von KI-Systemen, wird aber vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft und verantwortet.

Nachdem das Endspiel-Clear am Stone/Imp gescheitert war, blieben zwei Wege ins obere Drittel: ein eigenes Papier mit Imp bauen — die Klasse, gegen die Megrez verliert — oder ein Scanner-Chassis aus dem Archiv mit eigenem Anteil ausstatten. Beide wurden am selben Tag gemessen. Beide sind zu.

Richtung 1: Papier/Imp auf dem Renegade-Nachbau

Der stärkste Papier-Warrior des Hills ist Renegade. Sein Quelltext ist nicht veröffentlicht; was wir haben, ist ein Nachbau auf Basis von John Metcalfs Mercenary mit drei Papier-Konstanten aus einer Suche, hundert Zellen. Als Stellvertreter im Testfeld hatte er getaugt. Als Chassis nicht:

Gegner Nachbau echte Renegade-Zelle
Arvon 128,8 145
Hatysa 128,9 144
Tolypeutes 115,4 132
Pyronaut 114,4 130
Ecaz 156 161
Phecda 123 126
Pendulum 139 136

Auf den zehn Zeilen misst der Nachbau 124,58. Die Scanner-Zellen passen; in den Stone/Imp-Zellen liegt er rund 15 Punkte unter dem Original. Renegades Stärke sitzt also im Teil, den wir nicht kennen — dem Silk-Imp.

Zwei Proben für einen Eigenanteil: Metcalfs Quickscan gegen unseren eigenen Lattice-Quickscanner getauscht ergab 119,67 (−4,9), eine Variante mit kürzerem Polster 118,79. Und die Kannibalisierung — was ein neuer eigener Warrior die bereits auf dem Hill stehenden eigenen Warriors kostet —, exakt und beidseitig gerechnet: −12,23, davon Arvon −4,64, Hatysa −4,60, Megrez −2,58, Ecaz −1,56, Phecda +1,15. Unsere Stone/Imps remisieren gegen ein Papier zu 83 bis 88 Prozent und fallen in dieser Zelle von etwa 130 auf etwa 95. Das war doppelt so teuer wie vorher geschätzt.

Chassis-Sichtung: zwölf Kandidaten aus dem Archiv

Wenn der Nachbau nicht trägt — vielleicht ein anderes Papier? Zwölf Kandidaten aus dem Königstuhl-Archiv auf denselben zehn Zeilen:

Kandidat Klasse Mittel
Toxic (Metcalf) Papier 113,82
Resinoid (Metcalf) Papier 118,11
Mercenary (Metcalf) Papier 119,92
Gargantuan (van Rijn) Papier/Stone 125,17
Gods of Destiny (Tomasev) Papier/Stone 129,34
Shadow Weaver (Fernandes) Papier/Stone 130,12
Son of Vain (Oversby/Pihlaja) Papier/Stone 134,09
Fear of the Dark (Metcalf) Papier/Stone 135,06
Azathoth (Metcalf) Papier/Stone 135,39
Megrez (eigen, zum Vergleich) Stone/Imp 139,83
Clairvoyance (inversed) Scanner 144,05
Carmilla_3 (inversed) Scanner 144,40

Die echten Papiere liegen alle unter dem Nachbau. Die Papier/Stone-Hybride kommen auf 125 bis 135, Azathoth mit einer Kannibalisierung von −11,05. Über Megrez stehen nur zwei — und beides sind Scanner von inversed.

Damit war die Papier-Richtung durch Messung geschlossen, nicht durch Entscheidung: Kein Papier-Chassis im Archiv erreicht Megrez, der Nachbau ist ohne Quelltext nicht auf Renegade-Niveau zu bringen, und die Kannibalisierungskosten sind die höchsten aller Klassen.

Richtung 2: Clairvoyance

Clairvoyance hat auf den zehn Zeilen etwas, das kein anderes gemessenes Chassis hat: Es hält unsere Stone/Imps und das Papier-Proxy zugleich (Arvon 142, Hatysa 142, Renegade-Nachbau 141,5) — genau das Profil, das die Matrix als Bedingung fürs obere Drittel ausweist. Dazu nur 49 Zellen, also 51 Zellen Raum, und eine Kannibalisierung von −6,51, halb so hoch wie bei einem Papier. Carmilla_3 lag gleichauf (144,40), aber mit schlechterer Papier-Zelle (Pyronaut 83) und hundert Zellen; es wurde nicht weiterverfolgt.

Ein Vorbehalt stand von Anfang an dabei: Die zehn Zeilen enthalten fünf Stone/Imps, drei Scanner und zwei Papiere — aber nicht die Scanner-Killer des Hills (Foolishly Hyperpure Lark, incubus, 3Daisies, Kudu). Die Strecke überzeichnet Scanner. Auf dem vollständigen Testfeld v16 misst das rohe Chassis 139,02 (frische Seeds 138,94): über der Drittel-Marke 135,45, aber unter der Scanner-Marke 144,88 — der Nachrücker-Marke plus dem Aufschlag, den Scanner auf dem Feld gegenüber dem Hill erfahrungsgemäß brauchen (siehe Warum das Testfeld Scanner überzeichnet). Hill-Erwartung: 129 bis 132. Mittelfeld.

Vier Wege zum Eigenanteil

Eine Einreichung braucht nach unseren Regeln einen echten eigenen Anteil — Konstanten allein zählen nicht. Vier Wege, je im Budget:

Weg Ergebnis gegen 144,05 Befund
Eigener Boot und Köder (unser Standardrezept für einen Eigenanteil) −22,8 bis −28,4 Der Kern ist lageempfindlich; der Boot zerstört die Abstimmung des Vorscans
Lattice-Front statt Vorscan (Modultausch an der Front) −13,3 / −15,0 Gewinn nur gegen Megrez und Tolypeutes (+16), Ecaz −64 / −40, Pendulum −11 / −61 — Vorscan und Wischer sind kein austauschbares Frontmodul
Clear-Tausch aus dem eigenen Katalog, zwölf Bauten −46,8 bis −50,5 Die Katalog-Clears sind Bombenblöcke für eine andere Bauweise, keine Schleifen; ohne den Datenstrom des Chassis nicht einsetzbar
Konstanten-Sweep, 1200 Auswertungen +11,9 in der Suche → +2,35 validiert → +2,7 auf frischen Seeds Unter der Rauschgrenze 3,0; der Gewinn sitzt bei den Scannern (Ecaz +30, Phecda +19), der Verlust bei Tolypeutes −13,5, Arvon/Hatysa −7, Renegade −6,5 — er gibt genau die Eigenschaft auf, die das Chassis auszeichnete

Null von vier Wegen über der Abnahmeschwelle (roh minus 1,0). Clairvoyance ist eine geschlossene 49-Zellen-Maschine ohne austauschbares Modul. Ein Eigenanteil ist dort nicht herstellbar, und selbst das rohe Original trägt auf dem Feld nicht über die Scanner-Marke. Strang zu, negativ.

Die Tagesbilanz

Die Drittel-Lücke ist mit dem vorhandenen Material in keiner der drei Klassen zu schließen:

  • Stone/Imp, unsere stärkste Klasse (Megrez 139,8 auf den zehn Zeilen), verliert strukturell gegen Imp-Papier; ein SPL-Endspiel fängt die eigenen Imps.
  • Papier ist ohne Renegades Quelltext nicht nachbaubar, die Archiv-Papiere liegen alle darunter, und ein Papier kostet die drei eigenen Stone/Imps zwölf Punkte.
  • Scanner werden von den Top 7 gefarmt; das beste Archiv-Chassis trägt roh 139 und lässt keinen Eigenanteil zu.

Die wirkliche Lücke — ein Bau, der Imp-Papier schlägt und Stone/Imps hält — hat auf dem heutigen Hill niemand. Auch Renegade nicht: gegen die Papiere holt er 120 bis 130.

Das ist ein Befund, keine Niederlage. Zwei Bau-Stränge hintereinander ohne Ergebnis lösen bei uns eine Überprüfung des gesamten Portfolios aus; der dritte ist noch nicht eröffnet.

Messkonvention

  • Zehn echte Zeilen (siehe Endspiel-Clear), 400 Positionen × 2 × 3 Seeds (31707 / 77777 / 424242), Kontrolle roh reproduziert in allen vier Linien exakt (144,05).
  • Testfeld v16: 400 × 3, Anker 7/7 bestanden; frische Seeds zur Validierung.
  • Kannibalisierung exakt und beidseitig gegen die eigenen Hill-Bewohner.
  • Konstanten-Sweep: (1+λ)-Suche mit 1200 Auswertungen auf Seed 31707 bei 300 × 2, Validierung auf 77777 / 424242, dann frische Seeds.
  • Bauten höchstens 100 Zellen, Assemblierung ohne Warnung.
  • Quellen: Nachträge N1384 und N1385 (8. Oktober 2026).

Attribution

Mercenary, Toxic, Resinoid, Fear of the Dark und Azathoth stammen von John Metcalf; Clairvoyance und Carmilla_3 von inversed; Son of Vain von Oversby/Pihlaja. Gargantuan stammt von Roy van Rijn, Gods of Destiny von Nenad Tomasev, Shadow Weaver von S. Fernandes (alle Königstuhl-Archiv); Renegade und Pyronaut von John Metcalf, incubus von Christian Schmidt, Foolishly Hyperpure Lark von Ken Espiritu, Tolypeutes von Roy van Rijn. Renegade ist ein Hill-Bewohner mit unveröffentlichtem Quelltext; der Nachbau ist unsere Arbeit auf Mercenary-Basis. Megrez, Arvon, Hatysa, Ecaz und Phecda sind eigene Warriors (Stefan Kammann & Forge-AI), hier nur mit Klasse und Messwerten. Es wird kein fremder Quelltext wiedergegeben.

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